So viele Projekte, dass kaum noch Land zu sehen ist – und jetzt kommt auch noch dieses hinzu. Aber die Freude daran, meine neueste Idee umzusetzen, überwiegt einfach. Und der Reiz, mich für dieses Brett- und Kartenspiel intensiv mit der Geschichte der Weimarer Republik auseinanderzusetzen und sie für mein Spielkonzept sinnvoll zu strukturieren, wird sogar noch größer, je mehr ich über diese besondere Zeit erfahre.
Auf 54 Ereigniskarten, aufgeteilt in neun Abschnitte, soll die spannende Geschichte der Weimarer Republik schlüssig dokumentiert werden – vom ersten Versuch, in Deutschland eine Demokratie auf stabile Beine zu stellen, bis zu ihrem schließlich doch tragischen Scheitern. Die Spieler werden diese Karten später einsetzen, um sich als Zeitreise-Agenten strategisch durch diese bewegte Epoche zu bewegen und dabei am Ende möglichst viele Punkte zu sammeln.

Weitere Karten sollen mit Erfindungen aus jener Zeit oder mit Produkten aufwarten, die uns zum Teil bis heute sehr vertraut sind – und den Spielern zusätzliche Boni verschaffen. Denn neben den teilweise dramatischen Irrungen und Wirrungen der damaligen Politik sollen in diesem Spiel auch die gesellschaftlichen und kulturellen Aspekte der Weimarer Republik nicht zu kurz kommen.
Während sich das Spielbrett noch in der Entwurfsphase befindet, liegen die ersten Karten des Spiels bereits auf dem Tisch – sozusagen. Genauer gesagt: die ersten Ereigniskarten. Verraten kann ich an dieser Stelle schon, dass sie am unteren Rand Punktezahlen angeben, die sich durch ihren Einsatz erzielen lassen. Einige sorgen außerdem für zusätzliche Geschwindigkeit auf der Zeitleiste, über die sich die Agenten bis zum Spielende möglichst schnell vorwärtsbewegen müssen.



Und wenn sie schließlich am Ziel angelangt sind und sich damit im letzten der neun Bereiche auf dem Spielbrett befinden, in dem es um das traurige Ende der Weimarer Republik geht, bricht das Spiel zum Glück ab – noch bevor die Nationalsozialisten nach ihren Vorstellungen „aufräumen“ und nicht nur Deutschland, sondern schließlich auch halb Europa und weite Teile der Welt in die Katastrophe führen.
Bis dahin gibt es allerdings noch einiges zu tüfteln, zu gestalten, auszuprobieren und vermutlich auch wieder zu verwerfen. Wer Lust hat, kann die weitere Entwicklung von „Mission Weimar“ hier mitverfolgen – von den ersten Karten und dem entstehenden Spielbrett bis hoffentlich irgendwann zu einem Spiel, das nicht nur Spaß macht, sondern ganz nebenbei auch ein Stück Geschichte lebendig werden lässt. Bleibt also dran!

